In der jetzigen Phase ist ein haushälterischer Umgang mit den Grasreserven wichtig. Wo es in den letzten 3 Wochen nicht geregnet hat, hat das Graswachstum deutlich abgenommen und die Wiesenpflanzen zeigen zunehmend Stressanzeichen. Die nationale Trockenheitsplattform des Bundes zeigt eine grobe Übersicht über die Situation.
Ein hoher Weidedruck in den letzten Wochen zahlt sich jetzt mit einer höheren Grasqualität aus. Wenn hingegen viele Geilstellen vorhanden sind, sollte – bei trockenen Bedingungen – vorgemäht oder ein Säuberungsschnitt eingeplant werden.
Um die Bestockungskrise zu überbrücken, ist ein vorausschauendes Management – wie beim Traktorfahren – wichtig.
Eine Studie von Agroscope hat die Faktoren untersucht, die die Fermentationsqualität von Grassilagen aus Dauerwiesen beeinflussen. Die Ergebnisse zeigen eine starke Variabilität in der Silagequalität, die durch verschiedene Faktoren wie den Vegetationszyklus, den Trockenmassegehalt und die botanische Zusammensetzung beeinflusst wird. Silagen aus den ersten Schnitten des Jahres neigen dazu, besser zu fermentieren, während die letzten Schnitte mehr Risiken bergen. Die Studie empfiehlt, gute Silierpraktiken anzuwenden, um eine qualitativ hochwertige Futterproduktion zu gewährleisten.
Mit zunehmenden Sonnenstunden steigt auch die Bodentemperatur, welche in der Talzone bereits zwischen 8 und 10 ° Celsius liegt. Erste Vollweidebetriebe haben bereits gegen 90% Weidefutteranteil in der Gesamtration. Kalte Nächte dürften das Wachstum nächste Woche aber noch einmal bremsen.
Ausserdem: Zupftest für Neuansaaten, Farmwalks auf verschiedenen Betrieben